
Das spanische Unternehmen Integrasys hat eine innovative Lösung zur Bekämpfung von Drohnen vorgestellt, indem es ein altes Militärfahrzeug vom Typ URO VAMTAC in eine mobile Plattform für elektronische Kampfführung verwandelt hat.
Das Projekt erhielt eine Investition von rund 460.000 US-Dollar und wurde während einer öffentlichen Demonstration im Juni 2026 vorgestellt. Der Ansatz soll zeigen, dass fortschrittliche Fähigkeiten der elektronischen Kampfführung in bereits vorhandene Fahrzeuge integriert werden können, wodurch Kosten gesenkt und die operative Flexibilität erhöht werden.

Das System vereint mehrere Technologien auf einer einzigen Plattform, darunter Satellitenverbindung über Starlink, Schutz vor elektronischen Störungen, taktische Kommunikation und Werkzeuge zur Geolokalisierung von Signalen. Ziel ist es, militärischen Einheiten zu ermöglichen, Kommunikation und Einsätze auch in Szenarien aufrechtzuerhalten, in denen konventionelle Infrastruktur durch feindliche Angriffe zerstört oder beeinträchtigt wurde.

Zu den Höhepunkten gehört das Jam-CCS-System, das künstliche Intelligenz nutzt, um Drohnensignale und gegnerische Kommunikation zu erkennen und selektiv zu blockieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Störsendern soll die Technologie verbündete Systeme erhalten, während sie nur identifizierte Ziele beeinträchtigt. Nach Angaben des Unternehmens dauert der Prozess von der Erkennung der Bedrohung bis zur Neutralisierung des Signals etwa zwei Sekunden, eine Zeitspanne, die in von FPV-Drohnen dominierten Umgebungen als entscheidend gilt.
Die in der Ukraine gesammelten Kriegserfahrungen spielten eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Plattform. Laut Integrasys wurden rund 70% seiner Technologien bereits unter realen Kampfbedingungen bewertet, was zur Verbesserung von Merkmalen wie schneller Reaktion, Mobilität und Widerstandsfähigkeit gegen Störungen beigetragen hat. Damit setzt das Unternehmen darauf, dass mobile Systeme für elektronische Kampfführung in modernen Konflikten zunehmend an Bedeutung gewinnen werden.
Quelle: Defence Blog | Foto: LinkedIn – INTEGRASYS Group | Dieser Inhalt wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von der Redaktion überprüft
