Frankreich beginnt mit Tests des KI-gestützten Robotikfahrzeugs Hermione im Heer

Unbemanntes Bodenfahrzeug der neuen Generation Hermione. X @armeedeTerre
Unbemanntes Bodenfahrzeug der neuen Generation Hermione. X @armeedeTerre

Das französische Heer hat eine neue Phase der Erprobung im Bereich bodengebundener Robotik und Künstlicher Intelligenz (KI) eingeleitet und testet das unbemannte Bodenfahrzeug der neuen Generation Hermione auf dem Gelände von Saint-Cyr Coëtquidan, der wichtigsten Militärakademie Frankreichs.

Die Initiative wurde in dieser Woche offiziell vom französischen Heer bestätigt.

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Die Erprobungen sind Teil des Programms Pendragon, das auf die Integration KI-gestützter Gefechtssysteme in künftige militärische Operationen abzielt. Nach Angaben des Heeres besteht das Ziel der ersten KI-geführten Gefechtseinheit darin, „die Gefechte von morgen zu antizipieren und zugleich Entscheidungsfindung sowie taktische Wirksamkeit zu beschleunigen“.

In einer Mitteilung hob die Landstreitkraft hervor, dass das Projekt gemeinsam mit der für Verteidigungs-KI zuständigen Agentur des Ministeriums der Streitkräfte durchgeführt wird und den Anspruch widerspiegelt, das Land auf zukünftige Konflikte vorzubereiten. Ziel ist es, bis 2027 die erste operative robotische Einheit an die aktiven Streitkräfte zu übergeben.

Hermione

Taktische Übung mit Integration des elektrisch angetriebenen Roboters „Hermione“ H2X und einer ACT-Drohne zur Wärmedetektion – April 2024. X @armeedeTerre
Taktische Übung mit Integration des elektrisch angetriebenen Roboters „Hermione“ H2X und einer ACT-Drohne zur Wärmedetektion – April 2024. X @armeedeTerre

Hermione wurde in Partnerschaft zwischen dem polnischen Unternehmen P.H.U. Lechmar und der französischen Firma H2X-Defense entwickelt. Es handelt sich um eine modulare, radgetriebene unbemannte Bodenplattform, die für ein breites Spektrum an Missionen ausgelegt ist. Das Fahrzeug verfügt über eine Standard-Nutzlast von 300 Kilogramm, wobei alternative Varianten Lasten von bis zu zwei Tonnen transportieren können.

Hermione ist für den Einsatz in unebenem oder schwierigem Gelände konzipiert, verfügt über Allradantrieb und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 24 Meilen pro Stunde (rund 39 km/h). Die Abmessungen betragen 3,3 Meter Länge, 1,85 Meter Breite und 1,4 Meter Höhe, ohne installierte Missionsausrüstung. Die auf der MSPO-Messe vorgestellte Version wog rund 700 Kilogramm und bot eine Bodenfreiheit von 300 Millimetern.

Das Antriebssystem basiert auf Wasserstoff-Brennstoffzellen, die mit nach dem TPED-Standard zertifizierten Druckzylindern integriert sind und 8-kW-Radnaben-Elektromotoren speisen. Zusätzlich ist das Fahrzeug mit einer 25-kWh-Batterie ausgestattet und kann nach Angaben der Hersteller bis zu 20 Stunden betrieben werden. Das Betanken mit Wasserstoff dauert etwa drei Minuten; die Zylinder können im Feld ausgetauscht werden, was die Ausfallzeiten reduziert.

Die Auswahl von Hermione zur Bewertung steht im Einklang mit den umfassenderen Bestrebungen des französischen Heeres, KI-gestützte Robotik in Manöververbänden einzuführen. Die Tests in Saint-Cyr Coëtquidan sollen Autonomiegrade, Mobilität, Energieeffizienz sowie die Integration in Führungs- und Kontrollnetze bewerten.

Taktische Übung mit Integration des elektrisch angetriebenen Roboters „Hermione“ H2X und einer ACT-Drohne zur Wärmedetektion. April 2024

Das Pendragon-Programm untersucht zudem den Einsatz KI-basierter Entscheidungsunterstützung, die Zusammenarbeit zwischen bemannten und unbemannten Systemen sowie die Einbindung robotischer Plattformen in abgesessene und mechanisierte Formationen. Nach Angaben des Heeres werden die in dieser experimentellen Phase gewonnenen Daten entscheidend sein, um die Anforderungen der ersten operativen robotischen Einheit festzulegen, deren Indienststellung für 2027 vorgesehen ist.

Quelle und Bilder: Armée de Terre X @armeedeTerre | Académie militaire de Saint-Cyr Coëtquidan, X @SaintCyrCoet. Dieser Inhalt wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.

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