
Die finnische Luftwaffe erklärte, dass mindestens eine der Drohnen, die den Luftraum des Landes verletzt haben, ukrainischen Ursprungs war, berichtete die finnische Zeitung Yle.
Nach Angaben des finnischen Verteidigungsministeriums wurden am Sonntagmorgen (29.) mehrere kleine, langsam fliegende Luftziele im Südosten des Landes entdeckt. Dabei handelte es sich wahrscheinlich um Drohnen, so das Ministerium.
Gegen 8:13 Uhr näherten sich diese Objekte den finnischen Hoheitsgewässern. Daraufhin wurden F/A-18 Hornet-Kampfjets der finnischen Luftwaffe eingesetzt, um sie zu identifizieren.
Den verfügbaren Informationen zufolge stürzte eine Drohne nördlich der Stadt Kouvola ab, während eine weitere in der Nähe von Espoo, weiter östlich, abstürzte. Die Polizei erklärte, dass niemand verletzt wurde und die Absturzstellen für Ermittlungen abgesperrt wurden.
Die finnische Luftwaffe erklärte, dass die Piloten eines der Objekte visuell als eine ukrainische AN-196-Drohne identifizierten, die südlich von Kouvola flog. Die Kampfjets eröffneten kein Feuer, um mögliche Kollateralschäden am Boden zu vermeiden.
Einige der erfassten Ziele wurden auch als Vogelschwärme identifiziert. Unterdessen erklärte die Polizei von Länsi-Uusimaa, dass in Espoo eine „harmlose Drohne“ für den zivilen Gebrauch gefunden wurde. Die Polizei gab an, keinen Verdacht auf eine Straftat zu haben.
Die finnische Küstenwache leitet die vorläufigen Ermittlungen zur Verletzung des Luftraums, an denen auch die Streitkräfte und andere Behörden beteiligt sind.
„Die Drohnen sind in finnisches Territorium eingedrungen. Wir nehmen das sehr ernst. Die Sicherheitskräfte haben sofort reagiert. Die Ermittlungen laufen, und weitere Informationen werden veröffentlicht, sobald sie bestätigt sind“, erklärte der finnische Verteidigungsminister Antti Häkkinen.
Petteri Orpo, finnischer Ministerpräsident, fügte hinzu, dass beide Drohnen wahrscheinlich ukrainischen Ursprungs waren. Ihm zufolge werden Entscheidungen über ein mögliches Abschießen solcher Objekte künftig von Fall zu Fall getroffen, und derzeit gibt es keine allgemeine Anweisung, sie zu zerstören.
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