Die Ukraine könnte vom australischen Heer außer Dienst gestellte Tiger-ARH-Hubschrauber erhalten

Tiger ARH. Foto: Australian Army
Tiger ARH. Foto: Australian Army

Australien prüft die Anfrage der Ukraine, die ausgemusterten Tiger ARH Kampfhubschrauber zu erhalten, die im Rahmen des Übergangs zur neuen AH-64E Apache-Flotte aus dem Dienst genommen werden. Dies berichtete ABC News.

Laut der Veröffentlichung bereitet Canberra zwar ein neues Militärhilfepaket für die Ukraine vor, jedoch wird eine mögliche Übergabe der Tiger-Hubschrauber separat behandelt. Trotz der Außerdienststellung bleiben die Hubschrauber technisch mindestens bis 2040 einsatzfähig, und der Hersteller hat der australischen Regierung sogar angeboten, ihre Lebensdauer zu verlängern.

+ Video: Indien testet erfolgreich ein neues Schleudersitz-System für Kampfjets bei 800 km/h

Tiger ARH. Foto: Australian Army
Tiger ARH. Foto: Australian Army

Für Kiew sind die Tiger besonders relevant als zusätzliche Plattform zur Drohnenbekämpfung, insbesondere angesichts des intensiven Einsatzes von Shahed-Drohnen durch Russland. Laut dem Portal Militarnyi spielen Hubschrauber eine zunehmend wichtige Rolle in der ukrainischen Luftverteidigung und zerstören in Abfangzonen bis zu 40 Prozent bestimmter Drohnentypen.

Zu den wichtigsten Vorteilen zählen Mobilität, schnelle Reaktionsfähigkeit und die Fähigkeit, in niedriger Höhe zu operieren, wo bodengebundene Luftverteidigungssysteme weniger wirksam sind. Die Ukraine hat den Einsatz von Hubschraubern in Drohnenabwehrmissionen bereits deutlich ausgeweitet, mit guten Ergebnissen bei nächtlichen Abfangeinsätzen und Manövrieroperationen.

In diesem Kontext könnte die Integration der Tiger den ukrainischen Ansatz der luftgestützten Drohnenbekämpfung weiter stärken und sowohl mobile als auch stationäre Luftverteidigungssysteme ergänzen, die bereits im Einsatz sind.

Die endgültige Entscheidung über die Entsendung der Hubschrauber liegt bei der australischen Regierung, und Kiew erwartet in den kommenden Wochen eine Antwort.

Trotz ihrer taktischen Vorteile hat der Tiger ARH in Australien eine Vorgeschichte technischer Probleme. Laut Global Security erschwerten anhaltende Softwarefehler über Jahre hinweg die Arbeit der Techniker. Auch die Wartung wurde durch logistische Faktoren beeinträchtigt, da wichtige Bauteile aus Europa stammten und häufig verspätet eintrafen.

Es wurden zudem Fälle von Ausfällen der Belüftungssysteme und der Energieeinheiten registriert, die dazu führten, dass giftiger Rauch ins Cockpit eindrang. Einige Soldaten erlitten Vergiftungen, nachdem sie den schwarzen Rauch defekter Geräte eingeatmet hatten.

Die Veröffentlichung betont außerdem, dass das australische Heer nach der Einführung der Hubschrauber lange Zeit brauchte, um die volle Gefechtsbereitschaft zu erreichen.

Quelle: ABC News | Militarnyi. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion geprüft.

Back to top