Deutschland wird 120 sowjetische IGLA-Systeme an die Ukraine liefern

9K38 Igla. Foto: Wikimedia
9K38 Igla. Foto: Wikimedia

Am 17. April 2025 gab das deutsche Verteidigungsministerium offiziell bekannt, dass es plant, der Ukraine 120 tragbare Flugabwehrsysteme vom Typ 9K38 Igla (MANPADS) sowjetischer Bauart zu liefern.

Es ist das erste Mal, dass Deutschland diese spezielle Art von Waffensystem an die Ukraine liefert – ein bedeutender Schritt in der militärischen Unterstützung Berlins angesichts des anhaltenden Krieges mit Russland.

Das 9K38 Igla, von der NATO als SA-18 „Grouse“ bezeichnet, ist ein tragbares, infrarotgesteuertes Boden-Luft-Raketensystem, das in den frühen 1980er-Jahren von der Sowjetunion entwickelt wurde. Kompakt, mobil und effektiv gegen niedrig fliegende Ziele wie Hubschrauber, Kampfflugzeuge und zunehmend auch Drohnen (UAVs), hat das System eine Reichweite von bis zu 5,2 Kilometern und kann Ziele in Höhen von bis zu 3,5 Kilometern bekämpfen.

+ CIA-Dokument enthüllt angebliche Konfrontation zwischen sowjetischen Soldaten und Außerirdischen in Sibirien

Der Einsatz dieser Systeme an der ukrainischen Front erfolgt zu einem strategisch wichtigen Zeitpunkt. Angesichts der zunehmenden Nutzung von Hubschraubern und sogenannten „Loitering Munitions“ durch russische Streitkräfte – insbesondere in urbanen Gebieten und dynamischen Kampfzonen – bieten die Igla-MANPADS der Ukraine eine praktische, hochmobile Lösung zur taktischen Luftabwehr.

9K38 Igla
9K38 Igla. Foto: Wikimedia

Im Gegensatz zu größeren, stationären Luftabwehrsystemen können die Iglas schnell umpositioniert und von kleinen Soldatengruppen bedient werden. Die passive Infrarot-Zielverfolgung macht sie zudem widerstandsfähiger gegen elektronische Gegenmaßnahmen – ein zunehmend relevanter Vorteil im modernen Umfeld der elektronischen Kriegsführung. Die „Fire-and-Forget“-Funktion ermöglicht es dem Bediener, sich sofort nach dem Abschuss zurückzuziehen, was die Überlebensfähigkeit im Gefecht deutlich erhöht.

+ Influencerin: Ermittlungen nach Tanz im Freizeitbereich eingestellt

Auch wenn die deutsche Regierung die genaue Herkunft der gelieferten Iglas nicht bestätigt hat, gehen Experten davon aus, dass es sich um Bestände aus der ehemaligen DDR handeln könnte, die nach der Wiedervereinigung 1990 in die Bundeswehr übernommen wurden. Damals hatte Deutschland große Mengen sowjetischer Waffen übernommen, von denen viele eingelagert oder außer Dienst gestellt wurden.

Die Lieferung der IGLA-Systeme an die Ukraine steht nicht nur für eine Vertiefung der militärischen Zusammenarbeit zwischen Berlin und Kiew, sondern auch für die Wiederverwendung von Altbeständen aus dem Kalten Krieg im Rahmen moderner Konflikte. Angesichts der anhaltenden Bedrohung durch russische Luftangriffe stellen diese tragbaren Systeme eine wichtige Verstärkung für die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine zum Schutz von Truppen, logistischen Knotenpunkten und kritischer Infrastruktur dar.

Quelle: Bundesministerium der Verteidigung. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

Back to top