
Deutschland ist bei zwei großen Programmen zur Modernisierung seiner Militärflotte vorangekommen, nachdem die Beschaffung neuer taktischer und gepanzerter Fahrzeuge genehmigt wurde, die sowohl für Spezialkräfte als auch für konventionelle Einheiten der Bundeswehr bestimmt sind.
Die Entscheidungen unterstreichen die Strategie des Landes, Mobilität, operative Flexibilität und die Interoperabilität mit europäischen Partnern zu erhöhen sowie die europäische Verteidigungsindustrie zu stärken.
Für das Kommando Spezialkräfte (KSK) hat das deutsche Parlament den Kauf von 49 mobilen Gefechtsfeldplattformen des niederländischen Herstellers Defenture genehmigt, in den Varianten AGF-2 (Kampf und Aufklärung) und UFK (taktische Unterstützung), mit einer Option auf weitere 31 Fahrzeuge. Die Auslieferungen sollen ab 2027 beginnen, nach einem langwierigen Entwicklungs- und Testprozess, der gemeinsam mit dem KSK und dem BAAINBw durchgeführt wurde. Die Fahrzeuge wurden in extremen Umgebungen erprobt – von arktischen Regionen über Wüsten bis hin zu Dschungelgebieten – und verfügen über integrierte C4ISR-Systeme sowie modulare Konfigurationen für unterschiedliche Einsatzprofile.
Parallel dazu hat Deutschland im Rahmen des multinationalen Programms Common Armored Vehicle System (CAVS) Verträge im Wert von über 2,34 Milliarden US-Dollar für den Kauf von bis zu 876 gepanzerten Fahrzeugen des Typs Patria 6×6 in vier Varianten abgeschlossen. Ein Teil der Flotte wird mit dem Patria-NEMO-Mörsersystem in Turmausführung sowie mit dem fernbedienbaren Waffenmodul Kongsberg RS4 ausgerüstet. Die Auslieferungen beginnen 2026, und ab 2027 sollen die Fahrzeuge nach einem Technologietransfer an deutsche Industriepartner wie FFG, JWT und KNDS lokal produziert werden.
Das von Finnland geführte CAVS-Programm, dem sieben europäische Länder angehören, sieht bereits den operativen Einsatz dieser Fahrzeuge in Szenarien wie der Ukraine vor und priorisiert die Produktion über die industriellen Kapazitäten der Mitgliedsstaaten selbst.
Zusammen zeigen die Bestellungen bei Defenture und Patria die deutschen Bemühungen, die Streitkräfte mit mobilen, modularen und hochtechnologischen Lösungen zu modernisieren, gleichzeitig die europäische industrielle Zusammenarbeit zu fördern und die Abhängigkeit von externen Zulieferern zu verringern.
Quelle: Defence Blog / Militarnyi | Foto: X @group_patria @Jeff21461 | Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft
Patria and Germany sign two agreements worth over 2 billion euros, with options, within the Common Armoured Vehicle System (CAVS) programme. 🇫🇮 🇩🇪
This includes up to 876 Patria 6×6 armoured vehicles in four variants, some equipped with NEMO turreted mortar system and Kongsberg… pic.twitter.com/PQUByopGKu
— Patria Group (@group_patria) December 18, 2025
🇩🇪 Germany has awarded a contract to the Dutch-based Defenture for the supply of 49 special forces vehicles worth ~100 million €.
Of the 49 vehicles, 34 are the AGF-2 variant, of which 8 are armed with a 20mm cannon, the remaining 15 in the UFK tactical support variant.… pic.twitter.com/Khv1iZ223B
— Jeff2146🇧🇪 (@Jeff21461) December 19, 2025
