Deutschland finanziert das erste Los von Lynx-KF41-Fahrzeugen für die Streitkräfte der Ukraine

Schützenpanzer Lynx der Ungarischen Armee. Foto: Wikimedia
Schützenpanzer Lynx der Ungarischen Armee. Foto: Wikimedia

Rheinmetall hat offiziell den Beginn der Auslieferungen der neuesten Schützenpanzer Lynx KF41 an die Verteidigungskräfte der Ukraine bestätigt, wie aus einer Mitteilung auf der offiziellen Website des Unternehmens hervorgeht.

Nach Angaben von Rheinmetall soll das erste Los der gepanzerten Fahrzeuge Anfang 2026 in Dienst gestellt werden. Der Vertrag wurde im Dezember 2025 unterzeichnet, wobei die Finanzierung der ersten Phase vollständig vom deutschen Staat übernommen wurde. Der Wert des ersten Loses, bestehend aus fünf Fahrzeugen, wird auf mehrere Dutzend Millionen Euro geschätzt.

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In einer Erklärung sagte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Armin Papperger, das Abkommen stelle einen wichtigen Meilenstein bei der Unterstützung der Ukraine dar. Ihm zufolge werden die gelieferten Fahrzeuge mit dem zweisitzigen LANCE-Turm sowie mit spezialisierten Systemen ausgestattet, die auf Grundlage der bei Kampfeinsätzen auf ukrainischem Territorium gewonnenen Erfahrungen entwickelt wurden.

Rheinmetall teilte außerdem mit, dass der Lynx KF41 eine Reihe von Tests erfolgreich absolviert habe, bei denen er hohe Schutz- und Feuerkraftwerte bestätigte. Die nächsten Phasen der Zusammenarbeit sehen nicht nur die Beschaffung weiterer Einheiten vor, sondern auch die Möglichkeit, die Produktion des Lynx direkt in Anlagen in der Ukraine zu lokalisieren.

Eigenschaften des Lynx KF41

Schützenpanzer Lynx der Ungarischen Armee. Foto: Wikimedia
Foto: Wikimedia

Der Lynx KF41 wurde erstmals 2018 öffentlich vorgestellt und ist ein schwerer Schützenpanzer mit einem Gewicht von rund 44 Tonnen. Seine Hauptbewaffnung besteht aus einer 30- oder 35-mm-Automatikkanone im LANCE-Turm, ergänzt durch ein koaxiales Maschinengewehr sowie einen Panzerabwehrraketenwerfer, der je nach Kundenanforderungen konfiguriert werden kann.

Das Schutzniveau umfasst Widerstand gegen Geschosse bis zu 30 mm im Frontbereich und bis zu 14,5 mm an den Seiten, während der Wannenboden Schutz gegen Explosionen bis zu 10 kg TNT-Äquivalent bietet. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem Liebherr-Motor D9612 mit 1.470 PS, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 70 km/h und eine Reichweite von rund 500 km auf der Straße.

Die Besatzung besteht aus drei Soldaten, mit der Fähigkeit, bis zu neun voll ausgerüstete Infanteristen zu transportieren.

Produktion und Finanzierung

Schützenpanzer Lynx der Ungarischen Armee. Foto: Wikimedia
Foto: Wikimedia

Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und Rheinmetall wurde die Option vereinbart, die Produktion des Lynx im Land zu lokalisieren. Laut Papperger wird dieser Schritt jedoch erst bei größeren Bestellungen im Umfang von schätzungsweise 200 bis 300 Fahrzeugen wirtschaftlich sinnvoll.

Die größte Herausforderung für die Ausweitung des Programms bleibt die Finanzierung. Während das erste Los vom deutschen Staat getragen wurde, sind die Finanzierungsquellen für mögliche weitere Beschaffungen noch nicht festgelegt und könnten Beträge in der Größenordnung von Hunderten Millionen oder sogar Milliarden Euro umfassen.

Quelle und Bilder: Militarnyi | Rheinmetall. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.

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