
Deutschland hat die Ausbildung von mehr als 600 ukrainischen Soldaten abgeschlossen, die gelernt haben, die radgestützten selbstfahrenden Haubitzen RCH 155 zu bedienen.
Laut dem ukrainischen Portal Militarnyi wurde die Ankündigung vom deutschen Verteidigungsministerium gemacht, das den Abschluss des Programms nach einem Besuch von Verteidigungsminister Boris Pistorius an der Artillerieschule in Idar-Oberstein würdigte.
Das Ausbildungsprogramm, das in der ersten Hälfte des Jahres 2025 begann, ist zu einer der größten Initiativen geworden, um ukrainische Soldaten für den Einsatz der neuesten westlichen Waffensysteme vorzubereiten. Der Kurs wurde von der Bundeswehr in Zusammenarbeit mit dem Ausrüstungshersteller KNDS Deutschland organisiert.
Die Zahl der ausgebildeten Spezialisten übersteigt deutlich die bisherigen Ausbildungsraten für andere Systeme wie die PzH 2000 oder das MARS II. Diese Zahl unterstreicht die strategische Bedeutung des Projekts, da die Ukraine der Hauptkunde der RCH 155-Haubitze weltweit ist.
Neben dem Ausbildungsaufwand hat der Haushaltsausschuss des deutschen Parlaments die Finanzierung für die Serienproduktion und Beschaffung der radgestützten RCH 155-Haubitze genehmigt.
Es wird erwartet, dass ARTEC GmbH, ein Joint Venture zwischen Rheinmetall und KNDS Deutschland, bis zu 500 dieser selbstfahrenden Artilleriesysteme auf Basis der Boxer-Radplattform produzieren wird – sowohl für Deutschland als auch für verbündete Länder.
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