Deutsche Marine beschafft MQ-9B-SeaGuardian-Drohnen für Aufklärungsmissionen und die U-Boot-Abwehr

Marinha alemã adquire drones MQ-9B SeaGuardian para missões de reconhecimento e guerra antissubmarino
Deutsche Marine beschafft MQ-9B-SeaGuardian-Drohnen für Aufklärungsmissionen und die U-Boot-Abwehr (Foto: GA-ASI)

Die Deutsche Marine wird vier unbemannte Luftfahrzeugsysteme (UAS) mittlerer Höhe und langer Einsatzdauer (MALE) von General Atomics Aeronautical Systems (GA-ASI) für die weitreichende maritime Aufklärung und die U-Boot-Abwehr erhalten.

Laut einem Bericht der deutschen Website Hartpunkt besteht jedes System aus zwei MQ-9B SeaGuardian-Drohnen sowie weiteren Komponenten und einem Führungs- und Kontrollsystem. Das bedeutet, dass die Bundeswehr insgesamt acht MQ-9B beschaffen wird.

Der finanzielle Umfang des Vertrags wird auf rund 1,52 Milliarden Euro geschätzt. Dieser Betrag, der aus Sondervermögen und dem regulären Haushalt stammt, umfasst Ersatzteile und weitere Leistungen wie die Ausbildung der Flugbesatzungen für eine anfängliche Betriebsdauer von zwei Jahren.

Die Beschaffung wird von der NATO Support and Procurement Agency (NSPA) verwaltet, die den Vertrag mit dem Hersteller im Auftrag der deutschen Bundesregierung abwickelt.

Die Auslieferung der Luftfahrzeuge, die auf dem Marinefliegerstützpunkt Nordholz stationiert werden sollen, ist für den Zeitraum von 2028 bis 2030 vorgesehen. Nach vorliegenden Informationen sollen die unbemannten Luftfahrzeuge in den Jahren 2031 und 2032 auf eine Konfiguration für die U-Boot-Abwehr modernisiert werden.

Die Deutsche Marine hat wiederholt betont, dass sie mit der Einführung der MQ-9B in Partnerländern wie Großbritannien und Kanada, die diesen Typ ebenfalls betreiben, erhebliche Synergieeffekte erwartet.

„Ich halte die Zeitpläne für ambitioniert, bin jedoch der Meinung, dass die Systeme einen bedeutenden Beitrag zu den Fähigkeiten der Bundeswehr in der U-Boot-Abwehr leisten werden“, erklärte Bastian Ernst, Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für maritime Angelegenheiten im Verteidigungsausschuss des Bundestages.

In der vergangenen Woche hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Finanzierung des Projekts genehmigt, das als „Unbemannte Komponente des maritimen luftgestützten Kriegführungssystems (uMAWS)“ bekannt ist.

Lange Zeit war MAWS die Bezeichnung für eine deutsch-französische Initiative zur Modernisierung der maritimen Überwachung. Da sich beide Seiten jedoch nicht auf einen gemeinsamen Ansatz einigen konnten, beschaffte Deutschland schließlich das bemannte maritime Patrouillenflugzeug P-8A Poseidon als Übergangslösung für MAWS.

Foto: GA-ASI. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.

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