Der Kampfjet KF-21 steigt in den milliardenschweren Wettbewerb des indischen MRFA-Programms ein

KF-21 Boramae. Foto: Wikimedia
KF-21 Boramae. Foto: Wikimedia

Der KF-21 Boramae, ein Mehrzweckkampfflugzeug, das von der Korea Aerospace Industries (KAI) entwickelt wurde, gilt als einer der vielversprechendsten Kandidaten im Auswahlverfahren für das indische Multi-Role Fighter Aircraft (MRFA)-Programm.

Laut Berichten der indischen Verteidigungsmedien vom 1. August wird der südkoreanische Jet derzeit aktiv von der Indischen Luftwaffe (IAF) evaluiert, die versucht, wachsende Lücken in ihrer Kampfflugzeugflotte zu schließen.

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Mit dem Ziel, mindestens 60 fortschrittliche Kampfjets der 4,5. Generation zu beschaffen, betrachtet Neu-Delhi den KF-21 als wettbewerbsfähige Plattform – sowohl in Bezug auf Kosten als auch auf strategisches Potenzial. Das Flugzeug ist mit AESA-Radar, einem Infrarot-Such- und Verfolgungssystem (IRST), elektronischen Kriegsführungssystemen sowie moderner Waffenkompatibilität ausgestattet. Sein modulares Design ermöglicht zudem zukünftige Upgrades, einschließlich interner Waffenbays und Tarnbeschichtung, wie sie für Block III vorgesehen sind.

KF-21 Boramae. Foto: Wikimedia

Angetrieben von zwei General Electric F414-400K-Triebwerken erreicht der KF-21 eine Höchstgeschwindigkeit von Mach 1,8, eine Kampfreichweite von etwa 1.500 Seemeilen und kann bis zu 7.700 kg an Waffenlast tragen. Laut indischer Presse gilt als großer Vorteil die Verwendung desselben F414-Triebwerks, das bereits für die indischen Programme Tejas Mk II und AMCA ausgewählt wurde – was Logistik, Wartung und Einsatzintegration erheblich vereinfachen könnte.

Seit 2011 als Antwort auf die veralteten F-4- und F-5-Flotten Südkoreas in Entwicklung, befindet sich der KF-21 mittlerweile in der Flugtestphase. Die ersten Einheiten sollen bis 2026 an die Luftwaffe der Republik Korea ausgeliefert werden. Obwohl ursprünglich als Jagdflugzeug der 5. Generation geplant, wurde das Projekt zugunsten einer 4,5G-Konfiguration angepasst, um dringende operationelle Anforderungen zu erfüllen.

Neben seinen technischen Eigenschaften könnte sich der südkoreanische Jet auch mit der indischen Industriepolitik „Make in India“ decken – mit Potenzial für lokale Montage oder Koproduktion. Die offene Architektur des KF-21 würde die Integration indischer Systeme wie dem Uttam AESA-Radar und den Astra-Raketen ermöglichen, sofern Zugriff auf Quellcode und Software vereinbart wird.

Was die Kosten betrifft, liegt der geschätzte Stückpreis des KF-21 – einschließlich Triebwerken – zwischen 87 und 110 Millionen US-Dollar, was unter dem Preisniveau von Konkurrenten wie Rafale, Su-57 und F-35 liegt. Im Juli berichtete Bloomberg, dass Indien den USA mitgeteilt habe, kein Interesse am Kauf des F-35 zu haben, trotz mehrfacher Angebote Washingtons.

KF-21 Boramae. Foto: Wikimedia

Mit der bevorstehenden Außerdienststellung von Flugzeugen wie der MiG-21 und dem Jaguar steht die IAF vor einem kritischen Rückgang ihrer Luftkampffähigkeiten – was die Suche nach neuen Lösungen beschleunigt. In diesem Kontext positioniert sich der KF-21 Boramae als strategisch sinnvolle und realistische Option zur Stärkung der indischen Luftverteidigung.

Quelle und Bilder: defence-blog. Dieser Inhalt wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell überprüft.

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