
Der konservative Abgeordnete Mark Francois hat die britische Regierung erneut unter Druck gesetzt, Antworten zur Zukunft des Typhoon-Kampfjets zu liefern, und dabei Bedenken hinsichtlich Verzögerungen bei Modernisierungsprogrammen, Exporten und der Zusammensetzung der F-35-Flotte hervorgehoben.
Während einer Debatte in der Westminster Hall forderte er Klarheit über das Radarpaket, das an die Türkei geliefert werden soll, über die Integration der Meteor-Rakete sowie über mögliche neue Bestellungen, falls Katar ältere Flugzeuge an die Türken überträgt. Francois drängte außerdem auf Fortschritte in den Verhandlungen mit Saudi-Arabien und Polen und betonte, dass neue Verkäufe entscheidend seien, um Arbeitsplätze und industrielle Aktivitäten im Vereinigten Königreich zu sichern.
Der Abgeordnete warnte zudem vor operativen Risiken und erinnerte daran, dass die Ausmusterung von rund 30 Typhoons die Kampffähigkeit der RAF reduziert habe. Er verlangte Garantien dafür, dass die auf den Falklandinseln stationierten Flugzeuge durch modernere Einheiten ersetzt werden, und kritisierte das Fehlen von Verträgen für Radar 2 und das P4E-Upgrade-Paket, die beide notwendig sind, um die elektronischen Kriegsfähigkeiten der Flotte zu erweitern. Francois stellte außerdem die langfristige Strategie im Zusammenhang mit dem F-35 infrage, insbesondere die Entscheidung, einen Teil der F-35B durch F-35A-Varianten zu ersetzen, die für die nukleare NATO-Mission vorgesehen sind.
Als Antwort erklärte der Minister für die Streitkräfte, Al Carns, dass der Typhoon bis in die 2040er-Jahre ein zentrales Element der britischen Luftverteidigung bleiben werde und betonte, dass 37 % der Produktion des Jets im Land stattfinden und mehr als 20.000 Arbeitsplätze sichern. Er lobte den Vertrag mit der Türkei, der auf bis zu 10,56 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, und versicherte, dass das neue elektronisch gesteuerte Radar im Zeitplan liege, auch wenn er keine konkreten Termine nannte. Carns hob hervor, dass Typhoon und F-35 weiterhin komplementär bleiben werden, und bekräftigte die Verpflichtung zum Tempest-Programm, das als entscheidend für die nächste Generation von Kampfflugzeugen gilt.
Quelle: UK Defence Journal | Foto: X @RoyalAirForce | Dieser Inhalt wurde mit Unterstützung von KI erstellt und vom Redaktionsteam geprüft
