Chinesische Werkstatt baut Triumph Scrambler 900 nach dem Vorbild der legendären TR7T Tiger Trail

BVL-VMX-900. Foto: Triumph / Presse
BVL-VMX-900. Foto: Triumph / Presse

Das chinesische Projekt für Triumph Originals nutzt die Scrambler 900 als Basis und lässt mit einem vom klassischen Motocross inspirierten Design den Abenteuergeist der TR7T Tiger Trail von 1981 wieder aufleben

Die Triumph Scrambler 900 erhielt in den Händen der BVL Garage, einer Custom-Werkstatt im chinesischen Taizhou, eine deutlich mutigere Interpretation. Die auf den Namen BVL-VMX-900 getaufte Maschine wurde für den Wettbewerb Triumph Originals entwickelt und blickt direkt in die Vergangenheit: Wichtigste Inspirationsquelle ist die TR7T Tiger Trail von 1981, ein Modell, mit dem Triumph einst versuchte, Alltagstauglichkeit, Offroad-Einsätze und Abenteuer-Optik in einem Motorrad zu vereinen.

Triumph TR7T Tiger Trail von 1981 mit 750 cm³. Foto: Wikimedia
Triumph TR7T Tiger Trail von 1981 mit 750 cm³. Foto: Wikimedia

Das Ergebnis ist weit mehr als nur eine Retro-Lackierung. BVL interpretierte die Scrambler 900 mit einer Designsprache neu, die vom VMX inspiriert ist – einem Kürzel, das für klassischen Motocross steht.

Dies zeigt sich in den höheren Proportionen, dem markanten Vorderradkotflügel, dem handgefertigten hinteren Kotflügel sowie dem weiß lackierten Rahmen, der die mechanischen Komponenten besonders hervorhebt.

Das auffälligste Detail ist jedoch der leuchtend gelbe Kraftstofftank mit Silberblatt-Finish – eine Gestaltung, die unmittelbar an die kräftigen Farben der 1980er-Jahre erinnert.

BVL interpretierte die Scrambler 900 mit einer vom VMX inspirierten Designsprache neu. Foto: Triumph / Presse
BVL interpretierte die Scrambler 900 mit einer vom VMX inspirierten Designsprache neu. Foto: Triumph / Presse

Die Wahl der Basis ist nachvollziehbar. Die Scrambler 900 wurde bereits ab Werk für vielseitige Einsätze entwickelt und kombiniert klassisches Design, Speichenräder, Dual-Purpose-Reifen und eine erhöhte Sitzposition. Für das Projekt von BVL wurden Fahrwerk und Räder überarbeitet, um die Bodenfreiheit zu erhöhen, die Geländeeigenschaften zu verbessern und dem Motorrad einen noch aggressiveren Auftritt zu verleihen.

Das Team der BVL Garage. Foto: Triumph / Presse
Das Team der BVL Garage. Foto: Triumph / Presse

Das Projekt zeigt, dass Retro-Motorräder längst mehr sind als reine Nostalgieobjekte. Heute dienen sie als flexible Plattformen, auf denen klassisches Design, moderne Ingenieurskunst und industrielle Fertigungslösungen miteinander verschmelzen. Im Fall der BVL-VMX-900 integrierte die chinesische Werkstatt zudem moderne Fertigungstechniken wie den 3D-Metalldruck und kombinierte industrielle Prozesse mit handwerklicher Verarbeitung.

Gerade dieser Ansatz unterscheidet die BVL Garage von vielen anderen Custom-Werkstätten. Das vor rund zehn Jahren gegründete Unternehmen arbeitet mit einer Denkweise, die stark an Industriedesign erinnert: Im Mittelpunkt stehen Proportionen, Reproduzierbarkeit, Verarbeitungsqualität und sogar die Möglichkeit einer Kleinserienfertigung. Statt lediglich ein einzigartiges Motorrad zu bauen, das sich nicht reproduzieren lässt, entwickelt BVL seine Projekte meist so, dass spätere Modifikationen durch die Kunden berücksichtigt werden können.

Auch die Wahl der TR7T Tiger Trail als Vorbild ist kein Zufall. In den 1980er-Jahren wurde das Motorraddesign zunehmend von der Popkultur beeinflusst – mit kräftigen Farben, markanteren Formen und Modellen, die verschiedene Einsatzbereiche miteinander verbanden. Genau diesen Geist greift die BVL-VMX-900 wieder auf: eine Scrambler mit leichtem, verspieltem und abenteuerlichem Charakter, die jedoch mit modernster Technik gebaut wurde.

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Quelle und Bilder: Triumph. Dieser Inhalt wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.

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