
Tracking-Aufnahmen zeigten, dass eine chinesische Drohne die Identität eines britischen Typhoon-Kampfjets während eines Fluges nahe der Insel Hainan übermittelte.
Das Flugverhalten entsprach nicht dem eines Eurofighter-Jets — die Geschwindigkeit und Flughöhe lagen deutlich unter denen eines Kampfflugzeugs —, was den Verdacht erhärtete, dass es sich um ein unbemanntes System handelte. Der Flug endete in einer Region, die für chinesische Drohnenoperationen bekannt ist.
Die Anomalie erregte Aufmerksamkeit, weil das ADS-B-Luftidentifikationssystem keine Authentifizierung besitzt und somit jedes Luftfahrzeug mit einem konfigurierbaren Transponder falsche Codes senden kann. Forscher warnen seit Jahren vor dieser Schwachstelle, und der Vorfall zeigt, wie gezielte Identitätsmanipulation in einem realen operativen Umfeld stattfinden kann. Noch ist unklar, ob die Nutzung des RAF-Codes absichtlich erfolgte oder das Ergebnis eines Transpondertests war.
Analysten zufolge unterstreicht der Vorfall erneut die Notwendigkeit, offene Flugdaten mit Vorsicht zu interpretieren, insbesondere in sensiblen Regionen. Es gab keine Anzeichen für eine Fehlfunktion oder einen zivilen Irrtum, sondern vielmehr für eine chinesische Plattform, die eine unrechtmäßige Identität nutzte — möglicherweise im Rahmen digitaler Tarnungstests oder zur Verwirrung während einer Übung.
Quelle: UK Defence Journal | Foto: X @RoyalAirForce | Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell überprüft
A Chinese drone appeared on FR24 using the ID of RAF Typhoon, flying a drone-like pattern around Hainan before landing on the island. A reminder of how easily ADS-B can be manipulated. pic.twitter.com/AhaSq82YDq
— UK Defence Journal (@UKDefJournal) November 20, 2025
