China könnte einziehbare Autotürgriffe aus Sicherheitsgründen verbieten

China könnte einziehbare Autotürgriffe aus Sicherheitsgründen verbieten
China könnte einziehbare Autotürgriffe aus Sicherheitsgründen verbieten (Foto: BYD)

China plant ein umfassendes Verbot vollständig einziehbarer Autotürgriffe in der gesamten Automobilindustrie aufgrund von Sicherheitsrisiken.

Die Diskussionen unter den chinesischen Behörden sollen Berichten zufolge kurz davorstehen, eine neue verbindliche Vorschrift abzuschließen, die vollständig einziehbare Türgriffe bei zukünftigen Autos vollständig verbieten würde.

Der Entwurf, der diesen Monat erwartet wird, würde den Autoherstellern eine Übergangsfrist von einem Jahr gewähren, bevor die Regel in Kraft tritt, wahrscheinlich ab Juli 2027. Die Behörden erwähnten auch die Aufnahme von automatischen Entriegelungsmechanismen für Notfälle wie Unfälle.

Wenn diese Maßnahme umgesetzt wird, würde dies einen Wandel im Autodesign markieren, insbesondere bei neuen Energiefahrzeugen (NEVs), die diese Funktion bereits weitgehend übernommen haben.

Die Nachricht hat in der Branche für Aufsehen gesorgt. „Wir haben bereits mehrere Projekte über die Umsetzung informiert“, sagte eine Quelle gegenüber Car News China.

Obwohl die Maßnahme noch diskutiert wird, wäre ihre potenzielle Auswirkung erheblich. Auf der anderen Seite sind vollständig einziehbare Türgriffe schon lange ein Sicherheitsproblem.

Diese Griffe sind zu einem dominanten Designelement bei neuen NEVs geworden, sei es vom „Hebeltyp“ (mechanisch) oder vom „elektronisch gesteuerten Ausfahrmechanismus“ (motorisiert). In Notfällen können diese elektronischen Griffe jedoch zu einer tödlichen Falle werden.

China könnte einziehbare Autotürgriffe aus Sicherheitsgründen verbieten
(Foto: Geely)

Der China Insurance Automotive Safety Index (C-IASI) stellte fest, dass Fahrzeuge mit elektronischen Griffen bei Seitencrashtests nur eine Erfolgsquote von 67 % beim Öffnen der Türen hatten, verglichen mit 98 % bei Fahrzeugen mit herkömmlichen mechanischen Griffen.

Vorfälle aus dem echten Leben sind noch erschreckender. Während einer Kältewelle in Changchun im Jahr 2024 waren Insassen eines Elektrofahrzeugs eingeschlossen, als die Motoren der Türgriffe einfrohren.

Im selben Jahr verursachten starke Regenfälle in Guangdong Kurzschlüsse in mehreren Elektroautos, wodurch das Öffnen der Türen verhindert wurde und die Insassen gezwungen waren, Fenster einzuschlagen, um zu entkommen.

Darüber hinaus behaupten die Hersteller, dass versteckte Griffe den Luftwiderstandsbeiwert eines Autos um bis zu 0,03 Cd verbessern könnten, was jedoch nur eine Energieeinsparung von 0,6 kWh auf 100 km bedeutet, was für die meisten Fahrer vernachlässigbar ist.

Zu allem Überfluss wiegen die für diese Griffe erforderlichen Motoren und Mechanismen 8 kg, was jeden kleinen aerodynamischen Vorteil leicht zunichte machen kann.

Sie sind zudem notorisch unzuverlässig und teuer, kosten dreimal so viel wie mechanische Griffe und weisen achtmal häufiger Ausfälle auf.

Das potenzielle Verbot versteckter Griffe ist Teil einer breiteren globalen Diskussion über fragwürdige Designtrends bei modernen Fahrzeugen, insbesondere bei Elektroautos.

Regulierungsbehörden prüfen auch das Fehlen physischer Tasten für kritische Funktionen, die zunehmend durch Touchscreens ersetzt werden.

Foto und Video: BYD / Geely. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft.

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