
Armenien und Indien stehen kurz davor, einen der größten Verteidigungsverträge ihrer jüngeren Geschichte zu unterzeichnen – den Kauf von Mehrzweckkampfflugzeugen des Typs Su-30MKI, die von Hindustan Aeronautics Limited (HAL) in Lizenz produziert werden. Der Vertrag wird auf 2,5 bis 3 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Laut Quellen aus der Verteidigungsindustrie soll die erste Lieferung, bestehend aus 8 bis 12 Flugzeugen, bis Ende 2027 erfolgen. Das Paket umfasst Pilotenausbildung, den Aufbau von Wartungsinfrastruktur sowie technische Unterstützung aus Indien zur Integration neuer Systeme und Waffen.
Das Hauptziel des Kaufs ist es, Armeniens Luftstreitkräfte zu stärken angesichts der zunehmenden regionalen Bedrohung, insbesondere nachdem Aserbaidschan 40 JF-17C Block III-Jets aus Pakistan erworben hat.
Die für die armenische Luftwaffe bestimmten Su-30MKI werden fortschrittlicher sein als die vier russischen Su-30SM, die 2019 geliefert wurden. Sie verfügen über erhebliche Verbesserungen wie das Uttam-AESA-Radar (aktives phasengesteuertes Antennensystem), die Integration der Luft-Luft-Raketen Astra Mk-1 und Mk-2 sowie moderne elektronische Kriegssysteme. Diese Upgrades sollen Überlegenheit bei Erkennung, Reichweite und elektronischer Abwehr gegenüber feindlichen Flugzeugen gewährleisten.
Neben der militärischen Stärkung symbolisiert das Abkommen auch eine Veränderung in Armeniens Außenpolitik, da sich das Land zunehmend Indien als neuem strategischen Partner im Verteidigungsbereich annähert – ein Trend, der Jerewans schrittweise Abkehr vom traditionellen russischen Einfluss widerspiegelt.

Quelle und Bilder: loksatta | Wikimedia. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft.
