
GLP-1-Medikamente, die den Gewichtsverlust fördern – wie Ozempic – könnten den Fluggesellschaften erhebliche Einsparungen ermöglichen, wie eine neue Studie zeigt.
Laut einer Untersuchung der Jefferies, einer unabhängigen amerikanischen multinationalen Investmentbank und eines Finanzdienstleistungsunternehmens, könnten diese Medikamente zu leichteren Flugzeugen, geringerem Treibstoffverbrauch und höheren Kosteneinsparungen führen.
„Es ist naheliegend, dass auch das Gewicht der Passagiere Ihre Kosten beeinflusst“, sagte Sheila Kahyaoglu, Aktienanalystin bei Jefferies und Autorin der Studie, in einem am Montag (19.) veröffentlichten Interview mit der The New York Times.
Der Bericht von Kahyaoglu ergab, dass die größten US-Fluggesellschaften – darunter American, Delta, Southwest und United – laut The Times aufgrund von Passagieren, die GLP-1-Medikamente verwenden, insgesamt bis zu 580 Millionen US-Dollar pro Jahr an Treibstoffkosten einsparen könnten.

Es ist anzumerken, dass GLP-1-Medikamente inzwischen auch in Tablettenform erhältlich sind und damit noch zugänglicher geworden sind als Injektionen. „Da das Medikament nun als Tablette verfügbar ist und die Adipositasraten sinken, könnte eine breitere Nutzung über Auswirkungen auf die Taille hinaus weitere Konsequenzen haben“, erklärte Kahyaoglu.
Der Studie zufolge könnten die Fluggesellschaften, wenn das Gewicht der Passagiere um lediglich 10 % sinken würde, bis zu 1,5 % der Treibstoffkosten einsparen, was wiederum den Gewinn je Aktie um 4 % erhöhen würde.
Trotz dieser Erkenntnisse stellte Kahyaoglu klar, dass sie nicht erwartet, dass Fluggesellschaften infolge der Studie weniger Treibstoff kaufen werden. Sie kam jedoch zu dem Schluss, dass Medikamente zur Gewichtsreduktion langfristig zu Veränderungen in den Strategien zur Umsatzgenerierung führen könnten.
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