DEUTZ schließt Vereinbarung über 1,6 Milliarden Euro zur Übernahme des Panzerfahrzeugherstellers FFG

Von FFG hergestelltes ACSV (Armoured Combat Support Vehicle). Foto: FFG
Von FFG hergestelltes ACSV (Armoured Combat Support Vehicle). Foto: FFG

Die Transaktion soll einen deutschen Konzern für Militärfahrzeuge, Antriebssysteme und Energielösungen schaffen; der Abschluss hängt weiterhin von behördlichen und aktionärsseitigen Genehmigungen ab

Der deutsche Motoren- und Maschinenhersteller DEUTZ hat eine Vereinbarung zur vollständigen Übernahme der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft, bekannt als FFG, unterzeichnet. Das Unternehmen ist auf die Produktion, Wartung und Modernisierung militärischer Landfahrzeuge spezialisiert. Die Transaktion wurde mit 1,6 Milliarden Euro bewertet, was bei direkter Umrechnung etwa 10,3 Milliarden R$ entspricht.

Die Transaktion stellt eine bedeutende Ausweitung der Aktivitäten von DEUTZ im Verteidigungssektor dar. Mit der Eingliederung von FFG will der Konzern gepanzerte Fahrzeuge, Antriebssysteme und dezentrale Energieversorgungslösungen für militärische Anwendungen unter einer gemeinsamen Struktur vereinen.

FFG modernisierte die gesamte Wiesel-1-Flotte der Bundeswehr. Foto: FFG
FFG modernisierte die gesamte Wiesel-1-Flotte der Bundeswehr. Foto: FFG

Die Bezahlung soll durch eine Kombination aus finanziellen Mitteln und neu ausgegebenen DEUTZ-Aktien erfolgen. Die Familien, die FFG derzeit kontrollieren, könnten langfristige Aktionäre des Unternehmens werden und einen Anteil von bis zu 29,9 % halten.

Trotz der Ankündigung ist die Übernahme noch nicht abgeschlossen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aktionäre und der Genehmigung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden. Werden alle Bedingungen erfüllt, soll der Abschluss Ende 2026 oder im ersten Quartal 2027 erfolgen.

FFG rüstete gepanzerte SISU-Pasi-XA-203N-Fahrzeuge zu multifunktionalen medizinischen Plattformen um. Foto: FFG
FFG rüstete gepanzerte SISU-Pasi-XA-203N-Fahrzeuge zu multifunktionalen medizinischen Plattformen um. Foto: FFG

FFG wird die Basis der Verteidigungssparte von DEUTZ

Nach Abschluss der Übernahme soll FFG zur wichtigsten operativen Basis der Sparte DEUTZ Defense werden. Der Hersteller von Militärfahrzeugen wird jedoch weiterhin administrativ unabhängig arbeiten.

DEUTZ wird vor allem seine Erfahrung mit Antriebssystemen einbringen. Das Portfolio umfasst Verbrennungsmotoren, Hybridantriebe und Anlagen zur dezentralen Energieerzeugung. Diese Technologie gilt als strategisch wichtig für militärische Einsätze fernab konventioneller Versorgungsnetze.

Nach Angaben des DEUTZ-Vorstandsvorsitzenden Sebastian Schulte soll der Zusammenschluss der Unternehmen die deutschen Industriekapazitäten in den Bereichen Verteidigung und Energie erweitern und zugleich Arbeitsplätze sowie technisches Know-how im Land erhalten.

FFG arbeitet mit Rad- und Kettenfahrzeugen

FFG hat seinen Hauptsitz in Flensburg im Norden Deutschlands, beschäftigt mehr als 1.100 Mitarbeiter und unterhält auch Niederlassungen in Israel, der Ukraine und Kanada. Das Unternehmen ist seit Jahrzehnten als Lieferant der Bundeswehr tätig und beliefert darüber hinaus weitere NATO-Staaten sowie die Ukraine.

Das Unternehmen produziert, überholt und modernisiert militärische Rad- und Kettenfahrzeuge. Zum Portfolio gehören gepanzerte Bergefahrzeuge, Mannschaftstransporter, Pionierplattformen und Spezialmodelle, die für unterschiedliche Einsatzarten entwickelt wurden.

Von FFG hergestelltes ACSV (Armoured Combat Support Vehicle). Foto: FFG
Von FFG hergestelltes ACSV (Armoured Combat Support Vehicle). Foto: FFG

FFG beteiligt sich außerdem als Industriepartner an multinationalen Verteidigungsprogrammen und entwickelt eigene Plattformen. Zu den bekanntesten Produkten gehört die WiSENT-Familie, die auf Fahrgestellen von Kampfpanzern basiert und für Pionier-, Berge- und Unterstützungsaufgaben im Einsatzgebiet konfiguriert ist.

Quelle und Bilder: DEUTZ / FFG. Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und von der Redaktion geprüft.

Back to top