
Der polnische Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz erklärte, dass das Land seine verbleibenden MiG-29-Kampfjets nach dem Scheitern eines Abkommens, das den Austausch der Flugzeuge gegen ukrainische Drohnentechnologien vorsah, nicht an die Ukraine übergeben werde.
Die Erklärung erfolgte in einem Interview mit dem Sender Polsat News. Nach Angaben des Ministers schlug Warschau ein Kooperationsmodell vor, bei dem Polen die MiG-29 bereitstellen und im Gegenzug Zugang zur Erfahrung der Ukraine bei der Produktion und dem operativen Einsatz von Drohnen erhalten würde.

Kosiniak-Kamysz sagte, Kiew habe dem Vorschlag zunächst zugestimmt, sich später jedoch zurückgezogen, was zur Absage der Übergabe der Flugzeuge geführt habe. „Das Abkommen wurde nicht erfüllt. Daher wird es keine MiGs für die Ukraine geben“, sagte der Minister.
Er fügte hinzu, dass Polen auch weder die Drohnentechnologie noch die operative Fähigkeit erhalten habe, die es sich von der Partnerschaft erhofft hatte. Bislang hat die ukrainische Regierung die Aussagen nicht kommentiert.

Seit Beginn des Krieges gehört Polen zu den wichtigsten militärischen Unterstützern der Ukraine und hat bereits einen Teil seiner MiG-29-Flotte geliefert. Die verbleibenden Kampfjets bleiben im Dienst, während das Land die Modernisierung seiner Luftwaffe mit moderneren Flugzeugen wie der FA-50 und der F-35 vorantreibt.
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