Ukraine enthüllt neue selbstfahrende Haubitze Marta auf deutschem Fahrgestell

Selbstfahrhaubitze Bohdana auf einem Tatra-Phoenix-Fahrgestell der 45. Artilleriebrigade der Ukraine. Foto: Wikimedia
Selbstfahrhaubitze Bohdana auf einem Tatra-Phoenix-Fahrgestell der 45. Artilleriebrigade der Ukraine. Foto: Wikimedia

Die Ukraine hat neue Details zur Marta vorgestellt, einer neuen Version der selbstfahrenden Haubitze 2S22 Bohdana, die auf dem Militärlastwagen Mercedes-Benz Zetros montiert ist.

Laut einem Bericht der spezialisierten Website Defence Blog wurde die Information während der Rüstungsmesse Eurosatory 2026 in Paris bestätigt.

Nach Angaben von Vertretern der ukrainischen Verteidigungsindustrie wird das System eine 155-mm-Kanone mit L39-Rohr verwenden und Teil eines Loses von 200 Einheiten sein, das von Deutschland finanziert wird. Das Projekt ist Teil von militärischen Kooperationsabkommen, die Ende 2025 zwischen Kyjiw und Berlin unterzeichnet wurden und rund 750 Millionen Euro, etwa 870 Millionen US-Dollar, für die Produktion der Fahrzeuge vorsehen.

Mercedes-Benz Zetros. Foto: Daimler Truck
Mercedes-Benz Zetros. Foto: Daimler Truck

Die Bohdana war die erste von der Ukraine entwickelte Selbstfahrhaubitze nach NATO-Standard und wurde bereits im Krieg gegen Russland eingesetzt. In den vergangenen Jahren erschien das System auf verschiedenen Plattformen, darunter Fahrgestelle von KrAZ, MAZ und Tatra. Die neue Version Marta wird den deutschen Zetros-Lkw nutzen, der bei europäischen Streitkräften weit verbreitet ist.

Analysten zufolge könnte die Einführung des deutschen Fahrgestells die Wartung und die Versorgung mit Ersatzteilen erleichtern und zugleich die logistische Kompatibilität mit NATO-Staaten erhöhen. Der Einsatz des Zetros steht auch im Einklang mit der Tatsache, dass Deutschland der wichtigste Geldgeber des Programms ist.

Obwohl die L39-Kanone potenziell eine geringere Reichweite hat als westliche Systeme mit L52-Rohren, wie etwa die deutsche Haubitze PzH 2000, legt diese Konfiguration den Schwerpunkt auf Mobilität und schnelle Verlegung — Eigenschaften, die als entscheidend gelten, um Gegenbatterieoperationen auf dem ukrainischen Schlachtfeld zu überleben. Details zur Leistungsfähigkeit des neuen Systems wurden noch nicht veröffentlicht.

PzH 2000. Foto: KNDS
PzH 2000. Foto: KNDS

Foto: Reproduktion / Defence Blog. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
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