
Deutschland und Norwegen haben ihre Kampagne verstärkt, um Kanada davon zu überzeugen, das U-Boot Type 212CD im Rahmen des Programms Canadian Patrol Submarine Project (CPSP) auszuwählen. Der Wettbewerb hat ein Volumen von rund 60 Milliarden kanadischen Dollar und soll die derzeitige Flotte der Victoria-Klasse ersetzen.
In einem Gespräch mit dem Sender CBC News am vergangenen Mittwoch (27.) stellte der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius das Angebot als weit mehr als einen einfachen U-Boot-Verkauf dar und beschrieb es als langfristige strategische Partnerschaft zwischen den drei Ländern.
Laut Pistorius könnten die drei Staaten bei einer Entscheidung Kanadas für das Type 212CD eine integrierte Struktur für Ausbildung, Logistik, Wartung und Modernisierung für einen Zeitraum von 40 bis 50 Jahren betreiben. Der Minister erklärte, dass das Angebot ein beispielloses Maß an militärischer Zusammenarbeit im Nordatlantik und in der Arktis schaffen würde – Regionen, die für die NATO zunehmend an strategischer Bedeutung gewinnen.
Eines der wichtigsten Argumente Deutschlands ist die Möglichkeit, die Lieferungen zu beschleunigen. Berlin und Oslo erklärten sich bereit, bereits reservierte Produktionskapazitäten in ihren eigenen Fertigungslinien abzugeben, um sicherzustellen, dass Kanada vier U-Boote erhält, bevor die schrittweise Ausmusterung der Victoria-Klasse beginnt, die für die Mitte der 2030er-Jahre vorgesehen ist.
Das Angebot ist Teil der Bemühungen, die von Kanada an die Teilnehmer des Programms gestellten Anforderungen hinsichtlich wirtschaftlicher Ausgleichsmaßnahmen zu erfüllen. Gleichzeitig soll damit einer der größten Vorteile des südkoreanischen Konkurrenten Hanwha Ocean neutralisiert werden, der ebenfalls schnelle Lieferzeiten für sein U-Boot KSS-III verspricht.
Deutschland und Norwegen haben bereits 12 U-Boote des Typs 212CD im Rahmen ihres gemeinsamen Programms bestellt. Sollte Kanada – wie im CPSP vorgesehen – bis zu 12 Einheiten erwerben, könnte die gemeinsame Flotte der drei Länder auf 24 U-Boote desselben Typs anwachsen und damit eine der größten integrierten konventionellen U-Boot-Streitkräfte der NATO bilden.
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