Schweden veröffentlicht Dokumente aus dem Jahr 1981 über sowjetisches U-Boot mit Atomwaffen

Schweden veröffentlicht Dokumente aus dem Jahr 1981 über sowjetisches U-Boot mit Atomwaffen
Schweden veröffentlicht Dokumente aus dem Jahr 1981 über sowjetisches U-Boot mit Atomwaffen (X @savunmaplus)

Schweden hat geheime Dokumente veröffentlicht, die mit dem Vorfall des sowjetischen U-Boots S-363 zusammenhängen, das 1981 nahe der Marinebasis Karlskrona auf Grund lief, während es Torpedos mit nuklearen Sprengköpfen transportierte.

Die Informationen wurden von Michael Fredholm, einem ehemaligen Mitglied der schwedischen Nationalen Funkverteidigungsbehörde, analysiert. Er erklärt, dass die damalige Interpretation die Bedrohung durch das sowjetische U-Boot möglicherweise übertrieben dargestellt habe.

Laut den veröffentlichten Unterlagen reagierte die schwedische Regierung schnell auf den Vorfall, mobilisierte militärische Kräfte, verhörte die Besatzung und beschuldigte die Sowjetunion, schwedische Hoheitsgewässer verletzt zu haben.

Damals vertrat Ministerpräsident Torbjörn Fälldin eine harte Haltung gegenüber möglichen Verletzungen der Neutralität des Landes, was nach der Grundberührung zur diplomatischen Eskalation beitrug.

Die neue Analyse deutet jedoch darauf hin, dass der Vorfall hauptsächlich durch Navigationsfehler und operative Probleme an Bord des U-Boots verursacht wurde. Einige Tage vor der Grundberührung wurde die Navigationsausrüstung des Schiffes beschädigt, nachdem es während der Unterwasserfahrt mit Fischernetzen kollidiert war. Zudem soll der verantwortliche Navigator die Orientierungssysteme falsch verwendet haben, wodurch das U-Boot mehrere Dutzend Seemeilen von seiner ursprünglichen Route abwich.

Die S-363 blieb etwa zehn Tage lang unter Beobachtung schwedischer Streitkräfte auf Grund, bevor sie im November 1981 aus den schwedischen Hoheitsgewässern geschleppt wurde.

Nach der Untersuchung durch sowjetische Behörden wurden der Kommandant des U-Boots sowie der für das Schiff verantwortliche Brigadechef von ihren Posten entbunden. Fredholm betonte, dass der Vorfall als Warnung dienen sollte, internationale Krisen mit Vorsicht zu analysieren, um Fehlinterpretationen und vorschnelle Entscheidungen zu vermeiden.

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Quelle: Militarnyi | Foto: X @savunmaplus | Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft

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