
Eine mysteriöse unbemannte Seedrohne wurde von griechischen Fischern in einer Meereshöhle nahe der Insel Lefkada im Ionischen Meer gefunden und löste eine Untersuchung über mögliche Verbindungen zu ukrainischen Operationen im Mittelmeer aus.
Berichten griechischer Medien zufolge wurde das etwa fünf Meter lange Boot entdeckt, während der Motor noch lief. Das Fahrzeug wurde in einen nahe gelegenen Hafen geschleppt, bevor die Hellenische Küstenwache den Vorfall übernahm und die Drohne zur Analyse transportierte.
Von lokalen Medien befragte Experten erklärten, dass die Ausrüstung den ukrainischen maritimen Drohnen der Magura-Familie ähnele, die seit Beginn des Krieges gegen Russland bei Angriffen auf russische Schiffe im Schwarzen Meer eingesetzt werden.
Diese Information wurde später von Kathimerini bestätigt, das berichtete, dass das Boot von Beamten als ukrainische Magura V3 identifiziert wurde. Erste Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass das unbemannte Fahrzeug Zünder, aber keinen Sprengstoff enthielt, was die anfänglichen Sorgen Athens abschwächte.
Die griechische Regierung untersucht nun, wie das Fahrzeug in die Gewässer des Landes gelangte und welches mögliche Ziel es gehabt haben könnte. Von europäischen Medien zitierte Analysten stellen die Hypothese auf, dass die Drohne mit Operationen gegen Schiffe der sogenannten „shadow fleet“ in Verbindung stehen könnte, einer Flotte, die von Russland genutzt wird, um Öl zu transportieren und internationale Sanktionen zu umgehen.
Der Fall hat zudem die Besorgnis über die geografische Ausweitung des Einsatzes von Seedrohnen im Zusammenhang mit dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine verstärkt. Bislang wurde diese Art von Boot hauptsächlich im Schwarzen Meer eingesetzt, doch das Auftauchen des Fahrzeugs im Mittelmeer wirft Fragen zur Reichweite solcher Operationen auf.
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