
Die Laserwaffe DragonFire bleibt auf Kurs für eine Einführung bei der britischen Royal Navy bis 2027, wobei Minister die bestehenden Pläne bekräftigten, anstatt eine weitere Beschleunigung anzukündigen.
Laut der Website UK Defence Journal wurde die Information vom Verteidigungsminister Lord Coaker bestätigt, der betonte, dass die Regierung entschlossen ist, die Entwicklung, Erprobung und Integration des Systems voranzutreiben.
„Die Regierung des Vereinigten Königreichs ist entschlossen, die Entwicklung, Erprobung, Produktion und Installation des Hochenergie-Lasersystems DragonFire zu beschleunigen“, sagte er.
Trotz Coakers eher vager Aussage zeigt der genannte Zeitplan, dass der Fortschritt bereits im Gange ist. Ein Vertrag für die ersten beiden Systeme wurde im November 2025 an MBDA vergeben, wobei das erste 2027 auf einem Zerstörer der Type 45-Klasse installiert werden soll – fünf Jahre früher als ursprünglich geplant.
Zwei große Schusstests, die 2025 abgeschlossen wurden, unterstützten die Entwicklung des Systems in Richtung Einsatzreife, mit dem Ziel, dass das Vereinigte Königreich das erste europäische NATO-Land wird, das eine laserbasierte Energiewaffe einsetzt.
DragonFire
DragonFire ist eine laserbasierte Energiewaffe, die im Vereinigten Königreich entwickelt wird und von einem Konsortium gebaut wird, zu dem MBDA UK, Leonardo UK, QinetiQ und das Defence Science and Technology Laboratory gehören.
Die Waffe wurde entwickelt, um Bedrohungen wie Drohnen und Mörser mit einem Hochenergielaser in der 50-Kilowatt-Klasse zu bekämpfen. Das System kombiniert mehrere Faserlaser zu einem einzigen Strahl und ist auf einem Turm montiert, zusammen mit Verfolgungssensoren, darunter eine elektrooptische Kamera.
Tests haben ein hohes Maß an Präzision gezeigt, wobei das Verteidigungsministerium zuvor erklärte, dass die Genauigkeit mit dem Treffen einer kleinen Münze aus einer Entfernung von einem Kilometer vergleichbar ist. Die Reichweite bleibt klassifiziert, es wird jedoch angenommen, dass das System als Sichtlinien-System arbeitet.
Eine der wichtigsten Eigenschaften, die vom Verteidigungsministerium hervorgehoben werden, sind die Kosten von etwa 10 Pfund pro Schuss, was deutlich niedriger ist als bei herkömmlichen Raketeninterzeptoren. Als elektrisch betriebenes System reduziert DragonFire zudem die Abhängigkeit von gelagerter Munition, was Auswirkungen auf längere Einsätze haben kann, bei denen Nachschub eingeschränkt ist.
Foto: Royal Navy. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
