
Ein vom ADAC durchgeführter Crashtest hat ein interessantes Ergebnis gezeigt: Kollisionen bei 35 km/h können gefährlicher sein als bei 50 km/h.
Obwohl Crashtests häufiger bei 50 km/h durchgeführt werden, entschied sich der ADAC, einen Aufprall bei 35 km/h zu testen. Das Testfahrzeug war ein in China produzierter MG3, der nach Tests für das Euro NCAP-Programm 2025 vier Sterne erhielt.
Die ADAC-Tests umfassten zwei Fahrzeuge, ein Hybrid- und ein Verbrennermodell, und wurden gemäß den neuen Richtlinien des Euro NCAP mit drei Insassen statt zwei durchgeführt. Der MG3 prallte anschließend gegen eine deformierbare Barriere, um einen Unfall mit einem anderen Fahrzeug zu simulieren.

Selbst bei einer niedrigeren Geschwindigkeit als dem Standard wurden einige Probleme festgestellt. Der Fahrer erlitt größere Verletzungen, als er sie bei 50 km/h erlitten hätte. Nur der Fondpassagier profitierte von der reduzierten Geschwindigkeit.
Bei den Tests mit 50 km/h erlitt der Fondpassagier erhebliche Belastungen im Brust-, Nacken- und Kopfbereich, während der Fahrer sehr gute Bewertungen erhielt. Beim Test mit 35 km/h kehrte sich dieses Szenario jedoch um.

Insbesondere für ältere Fahrer und Passagiere mit geringerer körperlicher Widerstandsfähigkeit können die Verletzungen bei der niedrigeren Geschwindigkeit aufgrund der starken Kompression im Brustbereich schwerwiegender sein.
Der Grund dafür ist, dass die Gurtstraffer für Vorder- und Rücksitze unterschiedlich ausgelegt sind. Während die Gurtstraffer bei einem Aufprall mit 50 km/h etwas nachgeben, um den Oberkörper zu entlasten, funktioniert dieses System bei 35 km/h nicht.


Laut ADAC zeigt dies, dass sich die Hersteller zu stark auf die vom Euro NCAP und anderen Prüfinstituten geforderten Szenarien konzentrieren und andere Kollisionsszenarien vernachlässigen.
Vor diesem Hintergrund hat das Euro NCAP das neue Kollisionsszenario als zusätzlichen Standardtest eingeführt. Aufgrund dieses Defizits müssen die Hersteller ihre Sicherheitssysteme so auslegen, dass sie ein breiteres Spektrum abdecken.
Fotos: ADAC. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
