
Ein Mercedes-Benz-Lkw, der 1990 neu gekauft wurde, blieb mehr als drei Jahrzehnte lang in einem Lager in der Stadt Osasco im Bundesstaat São Paulo in Brasilien aufbewahrt.
Anschließend gelangte der blaue Mercedes 1618, der lediglich 40 Kilometer auf dem Tacho hatte, in die Hände des Händlers für Oldtimerfahrzeuge Reginaldo Ricardo aus Campinas (SP).
Reginaldo kaufte das Fahrzeug und verkaufte es vor etwa zwei Jahren an einen Sammler weiter. In einem Gespräch mit der Website UOL berichtete er, dass er von der Existenz des Lastwagens durch einen Freund erfahren habe, der dem ursprünglichen Besitzer nahestand.

Obwohl er weder mitteilte, wie viel er für das Fahrzeug bezahlt hatte, noch den Weiterverkaufspreis nannte, betonte Reginaldo, dass der Betrag dem Preis eines neuen Lastwagens mit ähnlichen Spezifikationen entsprach.
Der frühere Besitzer kaufte laut Reginaldo den blauen Mercedes 1618 sowie einen weiteren identischen Lastwagen, allerdings in weißer Lackierung. Während der weiße intensiv genutzt wurde, blieb der blaue als eine Art Wertanlage erhalten – in einer Zeit, in der Brasilien unter einem Problem der Hyperinflation litt.
Reginaldo berichtete, dass sich das Fahrzeug in einem ausgezeichneten Zustand befand. Die Kunststoffe schützten noch immer die Sitze mit kariertem Stoff, als wäre der Lastwagen gerade erst aus dem Autohaus gekommen. Auch Lenkrad und Armaturenbrett wiesen keinerlei Gebrauchsspuren auf.

Trotzdem der mechanische Zustand laut Reginaldo „in Ordnung“ war, ist diese Art von Fahrzeug eher für Sammler bestimmt. Es lohne sich nicht, viel Geld für einen alten Lkw mit null Kilometern zu zahlen, um ihn anschließend im Alltag zu fahren, sagte er.
Andernfalls würde das Fahrzeug das verlieren, was es besonders macht, und lediglich zu einem wenig genutzten Gebrauchtfahrzeug werden, fügte der Experte hinzu.

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