
Warschau kündigt Millionenplan an, um die Integration unbemannter Systeme in die Verteidigungsstrategie zu beschleunigen
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Polen hat eine tiefgreifende Umgestaltung seiner Verteidigungspolitik eingeleitet und eine Investition von fast 55 Millionen US-Dollar (rund 200 Millionen Złoty) angekündigt, um die Einführung von Drohnen in den Streitkräften zu beschleunigen. Die Ankündigung erfolgte durch den Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Cezary Tomczyk, während einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Warschau.
„Wir stehen am Beginn einer Drohnenrevolution“, erklärte Tomczyk. „Die polnischen Streitkräfte treten in eine neue Ära ein, in der unbemannte Systeme eine zentrale Säule der Verteidigung bilden werden.“
Die Hälfte der Mittel fließt in Ausbildungszentren
Laut Tomczyk wird die Hälfte des Betrags für den Ausbau der Ausbildungsinfrastruktur verwendet, während die andere Hälfte für die Beschaffung von Drohnen vorgesehen ist. Er betonte, dass sich die Summe verdoppeln könnte, wenn die nationale Industrie bereit ist, die Nachfrage zu bedienen.
Sondergesetz ermöglicht Direktkäufe bei dringendem Bedarf
Die Regierung prüft einen Gesetzentwurf, der es dem Militär erlaubt, in dringenden operativen Fällen von den üblichen Vergabeverfahren abzuweichen. Dadurch können Drohnen, die erfolgreich getestet wurden, direkt beschafft werden, was die Modernisierung beschleunigt.
„Unser Ziel ist es, dass unbemannte Systeme zur Standardausrüstung aller Kampfeinheiten werden“, so Tomczyk.
Drohnenzentrum soll nationale Fähigkeiten koordinieren
Polen kündigte außerdem die Gründung eines Drohnenzentrums mit dem Codenamen SZERSZEŃ am Institut für Luftwaffentechnologie an. Die Einrichtung soll für das Testen, Entwickeln und Integrieren von Luft-, Land- und Seedrohnen zuständig sein und dabei militärische Institute, Privatunternehmen und die Cyberverteidigungskräfte zusammenbringen.
KI und 3D-Druck sind Teil der neuen Doktrin
Drohnenlabore werden in operativen Einheiten, Spezialeinheiten und in der Territorialverteidigung aufgestellt. Sie kümmern sich um Design, Wartung und Anpassung der Plattformen – unter anderem durch den Einsatz von 3D-Druck.
Tomczyk hob die Integration von Software und künstlicher Intelligenz als strategischen Schwerpunkt hervor. „Die polnische Armee ist die dritte weltweit, die ein Zentrum zur Implementierung Künstlicher Intelligenz (CISI) eröffnet. Wir wollen KI in alle unbemannten Systeme integrieren.“
East Shield-Projekt testet bereits Dutzende Modelle
Die „Drohnenrevolution“ ist direkt mit dem nationalen Verteidigungsplan East Shield verknüpft. Seit Januar wurden der Regierung 455 technologische Vorschläge vorgelegt, von denen sich 100 auf unbemannte Systeme konzentrieren. Davon wurden 41 Unternehmen ausgewählt, um Land-, Luft- und Seedrohnen zu liefern.
Fünf militärische Institute unterzeichneten Vereinbarungen zur Erprobung von 90 Modellen in neun operativen Einheiten. Die ersten Lieferungen sind für September bis Oktober dieses Jahres geplant.
Quelle und Bilder: gov.pl. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
